Praxisteam reaktiv Sprenkel

Orthopädie:
Rücken-, Knie-, Hüft- und Schulterprobleme

Rückenprobleme:
Der Rücken, ein Wunderwerk der Kraft, Stabilität und Flexibilität. Er macht im Laufe unseres Lebens einiges mit. Doch was, wenn er plötzlich schmerzt?

Zu wenig Bewegung, dafür aber stundenlanges Sitzen und vielleicht noch ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften. In jungen Jahren stecken Muskulatur und Bänder solche Belastungen noch weg – doch irgendwann erhalten wir dafür die Quittung. Es zieht im Kreuz oder es drückt im Nacken.

Statistisch gesehen leiden ca. 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an starken Schmerzen im Rückenbereich, oft ohne diese näher spezifizieren zu können. Meist sind die Beschwerden höchst unangenehm und beschränken die gewohnte Bewegung auf ein Minimum, verschwinden aber nach ein paar Tagen oder Wochen wieder. Doch woher kommen diese Schmerzen eigentlich?

Nur in den wenigsten Fällen von starken Rückenschmerzen lässt sich eine eindeutige Ursache diagnostizieren, trotz oft aufwendiger Untersuchungstechniken.

Die Ursachen für die unangenehmen Rückenschmerzen sind vielfältig. Die einfachsten Erklärungen dafür können zu wenig Bewegung, Verschleißerscheinungen oder stressbedingte Verspannungen, überdehnte Bänder oder verkürzte Sehnen sein.

Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Rückenschmerzen nicht gleich Rückenschmerzen sind. Es gibt einen großen Unterschied zwischen „akuten“ und „chronischen“ Schmerzen. Die akuten Schmerzen kommen wie aus dem Nichts und dauern meist weniger als zwölf Wochen an. Auch wenn bei einer Vielzahl der Patienten Verspannungen und Bewegungsmangel die Ursache der Schmerzen sind, ist das Symptom Rückenschmerz ernst zu nehmen. Denn die Schmerzen können auch Anzeichen zahlreicher anderer Krankheitsbilder sein. Es ist sehr wichtig, die genaue Ursache zu finden.

Knieprobleme:
Kaum vorstellbar: Bei jedem Schritt federt unser Knie etwa das dreifache Körpergewicht ab. Die hohe Belastung macht sich irgendwann bemerkbar.

Der Verschleiß der Gelenke beginnt schon ab dem 30. Lebensjahr. Als unangenehme Folge treten häufig Knieprobleme auf. Der flexible Knorpel, der als Stoßdämpfer und Gleitlager unsere Knochen schützt, schrumpft allmählich. Der schleichende Schmerz in den Gelenken ist oft ein Warnzeichen für eine beginnende Arthrose (Knorpelschwund). Bei einer massiven Schädigung sprechen die Ärzte von Gonarthrose (griech. "gony" = Knie).

Nicht selten lassen sich die Beschwerden durch Veränderung der Haltung, beispielsweise beim Radfahren oder durch passende Schuhe beheben. Sollte dies nicht der Fall sein, sind meist Verletzungen und Überlastung die Hauptverursacher von Knieschmerzen.

Knieprobleme treten sehr häufig auf, denn das Knie wird sowohl im Alltag als auch beim Sport gehörig gefordert. Die einzelnen Bestandteile des Knies, also Knochen, Knorpel, Menisken, Kreuzbänder, Seitenbänder oder die Kniescheibe, können leicht verletzt, fehl- oder überbelastet werden, abnutzen oder sich entzünden.

Auch wenn Bewegung und Sport für Körper und Geist wichtig sind – ein gesundes Mittelmaß ist gefragt. Nur damit können wir – vor allem mit zunehmendem Alter – die Kondition erhalten und gelenkig bleiben. Doch Achtung – zu viel Sport kann mehr schaden als nutzen.

Hüftprobleme:
Das Hüftgelenk ist – wie auch das Schultergelenk – ein Kugelgelenk. Kommt es zu Schmerzen in diesem Bereich, muss die Hüfte nicht unbedingt der Verursacher sein. Unser Bewegungsapparat nutzt für jede normale Bewegung wie das Gehen unzählige Muskeln – aber, hat sich je einer Gedanken darüber gemacht, welche Muskeln hier tatsächlich zum Einsatz kommen? Erst mit eintretendem Schmerz lässt sich die Vielfältigkeit unserer Muskeln spüren.

Eine der häufigsten Ursachen für bewegungshemmende Schmerzen an der Hüfte sind Verschleißerscheinungen am Gelenk. Besonders mit zunehmendem Alter findet ein Abbau von gesundem Gelenkknorpel statt. Nicht selten wird diese Gleit- und Pufferschicht so weit ramponiert, dass schließlich Knochen auf Knochen trifft. Die Folge sind starke Schmerzen bei jeder Bewegung.

Der medizinische Begriff für diese Krankheit ist Coxarthrose und bedeutet nichts anderes als Verschleiß des Hüftgelenks, also eine Hüftgelenksarthrose. Sie tritt meist bei Menschen in fortgeschrittenem Alter auf, kann aber in Einzelfällen auch Jüngere treffen.

Auch Unfälle oder Verletzungen am Gelenk, Fehlstellungen oder Folgewirkungen von Stoffwechselkrankheiten ziehen manchmal derartige Schmerzen nach sich. Eine weitere Quelle für Hüftschmerzen ist die sogenannte systemische Gelenkentzündung, bei der mehrere Gelenke betroffen sind. Die Ursachen hierfür können in rheumatischen Prozessen oder einer chronischen Arthritis liegen.

Um aktiv und beweglich zu sein, brauchen wir ein gesundes und starkes Hüftgelenk. Kann man dem Gelenkverschleiß vorbeugen? Oder sind Hüftbeschwerden mit zunehmendem Alter geradezu vorprogrammiert?

Eine tatsächliche Prophylaxe vor Hüftgelenksarthrose, wie etwa eine Impfung gegen Infektionskrankheiten, gibt es leider nicht. Die Gefahr einer Hüftgelenksarthrose lässt sich jedoch einschränken, indem Sie sich gut um Ihre Gelenke kümmern und so ihren Verschleiß beeinflussen.

Schulterprobleme:
Die Schulter enthält das beweglichste Gelenk des Körpers. Das Schultergelenk wird ausschließlich von Muskeln und Sehnen geführt und stabilisiert. Es ist der komplette Gegensatz zum Hüftgelenk, bei dem ein wichtiger Teil der Stabilität durch Bänder gewährleistet ist, die sehr belastbar sind und extremen Kräften widerstehen können. Kommt es zu Schmerzen im Schulterbereich, können diese unseren Alltag stark einschränken und für schlaflose Nächte sorgen.

Schulter- und Armschmerzen müssen nicht unbedingt aus der Schulter selbst kommen, auch wenn der Schmerz einem diesen Eindruck vermittelt. Es ist nicht auszuschließen, dass Schmerzen, die in den Arm wandern, durch Probleme an der Halswirbelsäule (Verschleiß, Bandscheibenvorfall, u. ä.) entstehen. Auch andere Regionen unseres Körpers, wie die Lungenspitze (bei Tumoren), Entzündungen der Gallenblase (Schulterschmerzen, rechts) oder Herzerkrankungen (vorwiegend die linke Schulter) können Schulter- und Armschmerzen hervorrufen.

Schmerzen, die ihren Ursprung in der Schulter selbst haben, unterscheidet man im Wesentlichen durch deren Entstehungsbereich. Sie können einerseits durch eine Einwirkung von außen zustande kommen, zum Beispiel durch Fehlhaltungen im Beruf oder in der Freizeit. Eine andere Möglichkeit sind Überlastungen beim Sport oder durch Unfälle. Die Schmerzursache kann aber auch von innen kommen, häufig durch Verschleiß oder Defekte in der Rotatorenmanschette.

Bei Schmerzen helfen:
Manuelle Therapie
MTT / Medizinische Trainings Therapie
Erkankungen bei Kindern:
Entwicklungs-/Symmetriestörungen / Haltungsstörungen / Wirbelsäulenverformungen (Skoliosen)
Zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter gehören Entwicklungsstörungen und Beschwerden wie Haltungsstörungen, Skoliosen und Symmetriestörungen. Hier ein kurzer Überblick über die Krankheitsbilder, die Physiotherapie positiv beeinflussen kann.

Entwicklungsstörungen
  • Störungen und Verzögerungen bei der motorischen, geistigen, emotionalen, sprachlichen oder sozialen Entwicklung des Kindes
  • Typische Symptome: Kind bewegt sich wenig oder ist zappelig

Symmetriestörungen
  • Häufig ausgelöst durch eine eingeengte, verkrümmte Stellung des Kindes in der Gebärmutter, eine einseitige Kontraktur der Halsmuskulatur, Blockierungen der ersten Halswirbel oder zentrale Fehlsteuerung der Muskulatur
  • Typische Symptome: deutlich sichtbare schräge Haltung, Abflachung einer Kopfhälfte, verstärkte Ausprägung einer Gesichtshälfte, einseitig verkürzte Körperhälfte und Halsmuskulatur

Haltungsstörungen
  • Kindern fehlt Bewegung als wichtiger Entwicklungsreiz für die Knochenbildung, Knorpelreifung und Muskelausbildung
  • Durch Bewegungsmangel in der Freizeit, ständiges Sitzen in der Schule und Tragen schwerer Schultaschen können Haltungsstörungen entstehen

Wirbelsäulenverformungen (Skoliosen)
  • Fehlstellung der Wirbelsäule mit seitlicher Abweichung und Verdrehung der Wirbel
  • Verschlechterung durch mangelnde muskuläre Stabilisierung der Wirbelsäule (Verkrümmung und Verkürzung des Rumpfes, wodurch sich der Brustraum verkleinert und die Funktion der inneren Organe einschränken kann)

Physiotherapeuten wissen, wie die normale Kindesentwicklung verläuft und kennen deren Abweichungen. Daher können sie mit Therapien dort ansetzen, wo das Kind Unterstützung benötigt: Bobath und Vojta zur Entwicklungsförderung, Psychomotorik zur Schulung der Wahrnehmung und Bewegung sowie zur Förderung des Sozialverhaltens, Manuelle Therapie zur Mobilisation von Gelenken, Krankengymnastik zur Kräftigung und Ausdauersteigerung. Eltern und Kinder werden vom Therapeuten angeleitet, das Erfahrene in den Alltag zu übertragen und ihr Bewegungsverhalten rückengerecht zu verändern.

Chirurgie nach Operation:
Gelenkersatz, z. B. Hüfte, Knie oder Schulter

Chirurgie nach Operation:
Zustand nach Operation, nach Implantation eines neuen Hüft-, Knie- oder Schultergelenkes.

Unfall-/Sportverletzungen
Nach einer Verletzung wird Physiotherapie bei der akuten Erstversorgung und zur Rehabilitation eingesetzt – auch nach einer ggf. notwendigen Operation.

Maßnahmen der physiotherapeutischen Behandlung sind:
Neben den aktiven Therapien können ergänzend Kälte- und Wärmetherapie, Elektrotherapie oder auch Massagen eingesetzt werden.

Neurochirurgie:
z. B. Zustand nach Bandscheiben-OP / Operation am Kopf

Die Neurochirurgie ist spezialisiert auf die Erkennung und Operation von Erkrankungen, Verletzungen oder Fehlbildungen des Nervensystems. Entsprechende Voruntersuchungen sowie Behandlungsverfahren und die Rehabilitation gehören zu ihren Fachaufgaben.

Wir betreuen Patienten nach operativen Eingriffen am Kopf (z. B. Tumoroperationen an Gehirn und Schädel, Hirngefäßmissbildungen, Schädel-Hirn-Trauma) sowie Bandscheiben-Operationen. Die physiotherapeutische Behandlung konzentriert sich in erster Linie auf die Wiedererlangung der bestmöglichen Mobilität, der physischen Belastbarkeit und der Selbstständigkeit des Patienten.

Neurologie:
Schlaganfall / Parkinson / MS Multiple Sklerose

Schlaganfall (Apoplex)
  • Ursache ist ein plötzlicher Gefäßverschluss oder eine Blutung im Gehirn
  • Es kommt häufig zu halbseitigen Lähmungen und Sprachstörungen
  • Durch Krankengymnastik, besonders nach Bobath und PNF, können gesunde Hirnregionen lernen, die Aufgaben der geschädigten Areale zu übernehmen

Parkinson
  • Ursache ist ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn
  • Typische Symptome sind Tremor (Zittern), Rigor (Muskelsteife), Akinese (Bewegungsarmut) und Haltungsinstabilität
  • Bewegungen können nicht mehr ausreichend koordiniert und gesteuert werden
  • Durch Krankengymnastik, besonders nach Bobath und PNF, kann eine fehlende Harmonisierung der Bewegungsabläufe neu eingeübt und ein erhöhter Muskeltonus vermindert werden

    Multiple Sklerose
  • Ursache ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems
  • Typische Symptome sind Missempfindungen, Unsicherheiten im Bewegungsablauf oder Sehstörungen
  • Besonders in der Frühphase der Erkrankung kann Physiotherapie Funktionsfähigkeiten wiederherstellen.
  • Bei Spastizität, Bewegungseinschränkungen und den damit verbundenen Verlust der Selbstständigkeit eignet sich Krankengymnastik, besonders nach Bobath und PNF